6.Etappe 19.08.2010

Monesterio – Fuente de Cantos
Der Körper brauchte Erholung und so überhörte ich meinen Wecker. Erst um 8:00 kam ich los. Auf dem Weg lag keine Bar und mein Cafe con Leche musste ausfallen. Der Muskelkater hat nachgelassen und auch die Blasen schnerzen weniger. Gleich am Ortsausgang ging es auf einen Feldweg. Beiderseits grenzten verwitterte Steinmauern die Weiden vom Weg ab. Schwarze Schweine, Kühe, Schafe und vereinzelt auch Pferde grasten dort. Zunächst bestimmten wieder Steineichen das Landschaftsbild, nach und nach wurden die Eichen weniger und Büsche beherrschten nun die Landschaft. Da ich nicht mehr so mit meinen Füßen beschäftigt war, konnte ich wieder meine Umgebung genießen. Unterwegs sieht man selten Menschen, gelegentlich kommt mal ein Fahrzeug an einem vorbei. Eine sehr einsame aber schöne hügelige Landschaft. Zwischen Start- und Zielort gibt es keine Orte, lediglich in der Ferne sichbare Bauernhöfe.

Irgendwann hörte die Beschriftung auf, mein Navi zeigte mir, dass ich mich bereits weit von der gespeicherten Route entfernt hatte. Es gab nur die Wahl auf einer Betonpiste (einspurige, kleine Straße) weiter zu laufen. Nach einiger Zeit war das weiße Dorf Fuente de Cantos in der Ferne sichtbar. Mein Navi zeigte eine Entfernung von ca. 10 km an und ich freute mich in spätestens 2 Stunden mein Ziel zu erreichen. Nur der Weg zog und zog sich, gefühlsmäßig immer weiter vom Ort weg. Der Ort war auch längst nicht mehr zu sehen, es ging rauf und runter. Nach jedem Aufstieg hoffte ich das Dorf wieder zu sehen. Doch wenn ich oben war, ging es kurz wieder runter und dann wieder hoch oder der Weg schlängelte sich um ein Feld. Kein Dorf zu sehen. Meine Füße meldeten sich wieder und es war heiß. Nach meinem Navi hätte ich auch von der Piste abzweigen können, doch verschlossene Tore versperrten mir den Weg. Dann gegen 14:00 sah ich endlich vor mir auf einem Hügel mein Ziel und um 14:30 hatte ich den Ort erreicht. Eine geöffnete Bar lud mich zu 2 Bier ein. Diese Stärkung hatte ich bitter nötig. Danach schickten mich zunächst zwei Frauen nacheinander kreuz und quer durch das Dorf (lag natürlich an mir). Dann aber war das ehemalige Kloster mit der Herberge erreicht. Susi und Josche waren auch erst kurz vorher eingetroffen und waren den gleichen Weg gelaufen. Die Herberge ist schön und das 4-Bettzimmer geräumig und gut.

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