{"id":209,"date":"2010-09-11T21:01:58","date_gmt":"2010-09-11T20:01:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bachw.de\/blog\/?p=209"},"modified":"2010-11-11T20:22:57","modified_gmt":"2010-11-11T19:22:57","slug":"27-etappe-11-09-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bachw.de\/blog\/?p=209","title":{"rendered":"27.Etappe 11.09.2010"},"content":{"rendered":"<p><strong>Granja de Moreruela &#8211; Tabara<\/strong><br \/>\nWieder verlie\u00df ich gegen 7:00 mit Conni, Niki, Lisa und Petro die Herberge. Im Ort gabeln sich die Wege. Petro geht die Via de la Plata bis nach Astorga. Dort m\u00fcndet die Via dann in den Camino Frances und geht dann weiter nach Santiago. Die drei Frauen und ich sind schon den Weg Astorga &#8211; Santiago gelaufen und wir wollen auf dem Mozarabischen Jakobsweg bis nach Santiago laufen.<\/p>\n<p>Der Mozarabischen Jakobsweg beginnt in Granada, m\u00fcndet in Merida in die Via und trennt sich in Granja de Moreruela, unserem heutigen Startort, wieder und verl\u00e4uft oberhalb der Portugiesischen Grenze durch Galicien \u00fcber Ourense nach Santiago.<\/p>\n<p>Das Wetter verspricht wieder sch\u00f6n zu werden und beschert uns einen wunderbaren Sonnenaufgang. Diesmal nehme ich viele Bilder von der Phase vor dem Sonnenaufgang auf. Die Wolken haben wundervolle Rott\u00f6ne und die Landschaft mit den B\u00e4umen und Str\u00e4uchern als Silhouette davor wirkt phantastisch. Dazu am h\u00f6chsten Punkt eines H\u00fcgels die drei Frauen kommend ebenfalls als Silhouette war ein tolles Fotomotiv. ngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<p>Kurz nach 8:00 erreichen wir den Fluss Esla und \u00fcberqueren ihn \u00fcber eine Br\u00fccke. Auf der anderen Seite gibt es eine leichte Klettereinlage und danach geht es auf und ab am Flusshang entlang und endet mit einem Anstieg weg vom Fluss. Weiter geht es wieder durch eine sch\u00f6ne h\u00fcgelige Landschaft. Als ich an einem Weinfeld vorbei laufe werde ich gefragt ob ich ein Deutscher bin. Der Spanier hat 20 Jahre bei Stuttgart gelebt. Er l\u00e4dt mich zu einer Pause ein. Auch die drei Frauen kommen noch hinzu. Er fordet uns auf Weintrauben zu essen. Wir nehmen dankend an. Die drei Frauen ziehen kurz darauf weiter, ich bleibe noch und unterhalte mich weiter mit Ihm. Er hat sich durch seine Zeit in Deutschland viel Land u.a. auch das Weinfeld gekauft. Momentan verkauft sich sein Wein nur sehr schlecht. Von Deutschland hat er ein sehr gute Meinung und schwelgt in Erinnerungen an diese Zeit. Dann muss auch ich weiter. ngg_shortcode_1_placeholder<\/p>\n<p>Die drei Frauen sehe ich nur noch als kleine Figuren in der Ferne bei einem sehr langen Anstieg nach Faramontanos de Tabara. Es sind ca. 3 km bis dorthin. Bei mir kommt sportliche Ergeiz auf und ich nehme mir vor die Drei noch am Ortsanfang zu erreichen. Ich schalten mit meinem Nordic Walkingst\u00f6cken den Turbo ein. Auf der Strecke erreiche ich die ideale Herzfrequenz von 80-85% meines Maximalpulses. Eine herrliche Trainingseinheit von ca. 30 Minuten mit einem 15 kg Rucksack. Leider erreiche ich sie erst kurz hinter dem Ortanfang.<\/p>\n<p>Wir machen zun\u00e4chst in der Bar und dann auf dem Plaza Mayor ein l\u00e4ngere Pause. Auf dem weiteren Weg habe ich meine erste heftige Hundeattacke. Ich erreiche eine eingez\u00e4unte Schafsherde und der erste davor liegende Hunde schl\u00e4gt an, der zweite liegende Hund hebt nur m\u00fcde seinen Kopf. Dann aber kommen zwei weitere gro\u00dfe junge H\u00fctehunde angerannt. Beide nehmen mich in die Zange. Inzwischen habe ich wieder beide St\u00f6cke in der linken Hand und rechts mein Pfefferspray. Beide Hunde sind sehr akressiv und etwa 3 Meter von mir entfernt. Erstmals habe ich das Gef\u00fchl hier nicht ungeschoren rauszukommen. Ich rede beruhigend auf die Hunde ein und gehe langsam am \u00e4u\u00dfersten rechten Rand der Piste, m\u00f6glichst weit von der Herde weg, weiter. Beide lassen mich passieren. Ich bin total erleichtert.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Hindernis ist eine riesige Baustelle. Wegemarkierungen gibt es nicht mehr. Ich warte bis die drei Frauen kommen und wir gehen nach meinem Navi. Wir erreichen das Innere einer etwa 4 m tiefen riesigen Baugrube. Gl\u00fccklicherweise finden wir eine aufgesch\u00fcttete Rampe und k\u00f6nnen nach oben raus. Der weitere Weg f\u00fchrt \u00fcber abgeerntete Felder bis zu einem Feldweg immer meinem Navi nach.<\/p>\n<p>Wir sind nicht die Ersten in der Herberge, zwei junge Spanier sind schon da. Die Herberge f\u00fcllt sich bis zum Abend bis auf das letzte Bett. Ein Radpilger kommt zu sp\u00e4t und muss weiter fahren. Ab jetzt wird es spannend, immer mehr Spanier steigen jetzt in den Camino ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Granja de Moreruela &#8211; Tabara Wieder verlie\u00df ich gegen 7:00 mit Conni, Niki, Lisa und Petro die Herberge. Im Ort gabeln sich die Wege. Petro geht die Via de la Plata bis nach Astorga. 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