{"id":196,"date":"2010-08-31T22:29:00","date_gmt":"2010-08-31T21:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bachw.de\/blog\/?p=196"},"modified":"2010-09-05T14:29:58","modified_gmt":"2010-09-05T13:29:58","slug":"17-etappe-31-08-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bachw.de\/blog\/?p=196","title":{"rendered":"17.Etappe 31.08.2010"},"content":{"rendered":"<p><strong>Galisteo &#8211; Carcaboso &#8211; R\u00f6mischer Bogen von Caparra<\/strong><br \/>\nAb 5:45 fing bei mir im Zimmer das Rascheln an. Die Radpilgergruppe war aber sehr bem\u00fcht leise zu sein und da wir auch 6:15 Wecken vereinbart hatten, war es egal. Wir verabschiedenten uns von dieser Gruppe und zogen um 7:00 los. Mein Navi kam wieder zum Einsatz und f\u00fchrte uns sicher \u00fcber zwei neue Kreisel auf die richtige Landstra\u00dfe. Der Weg von ca. 9 km auf der Landstra\u00dfe tat meinem Sprunggelenk gut, es gab keinen Unebenheiten und so schritt ich sehr z\u00fcgig voran. Bald war ich der Gruppe enteilt. Unterwegs fand ich drei Feigenb\u00e4ume mit vielen reifen gelben Feigen. Mein ausgiebiges Fr\u00fcst\u00fcck war gesichert. Etwa 15 Minuten vor den Anderen traf ich in Carcaboso ein. Dort wartete ich auf die Gruppe und wir suchten die Bar Ruta de la Plata auf. Beim Bestellen der Kaffee machte die Besitzerin Elena einen m\u00fcrrischen Eindruck. Wir hatten uns drau\u00dfen an den einzigen Tisch an der Stra\u00dfe gesetzt. Die Luft in der Bar stickig und drau\u00dfen war es noch angenehm k\u00fchl.  Nach Kaffee und Toast ging ich nochmals in die Bar und bestellte eine Coca Cola und zeigte der Besitzerin, dass ich zahlen wolle. Wie aus heiterem Himmel blaffte mich diese Frau an und schmiss mir das Wechsekgeld auf den Tresen. Die Anderen verstanden diese Reaktion auch nicht. Bernhard zeigte Ihr ein Bild von Ihr im Herbergenf\u00fchrer der Aachener Jakobusgesellschaft. Stolz zeigte Sie Ihr Bild den anderen G\u00e4sten in der Bar. Von diesem Augenblick an war Bernhard Ihr &#8222;Liebling&#8220;. Der Gipfel aber war, dass Sie mir kein Mineralwasser verkaufen wollte, Sie schickte mich einfach raus. Die Anderen gingen danach rein und bekamen ihr Wasser. Zur Verabschiedung herzte sie \u00fcbertrieben die Drei, mich w\u00fcrdigte Sie keines Blickes. So etwas ist mir auf beiden Caminos bisher noch nicht vorgekommen!<\/p>\n<p>Von Carcaboso ging es \u00fcber fast die gesamte Zeit durch sehr sch\u00f6ne Landschaften. In einem Bereich und zwar am Flu\u00df und Kanal gab es wieder eine gr\u00fcne Oase, aber nicht ganz so sch\u00f6n wie gestern. Die auf den gr\u00fcnen Weiden grasenden K\u00fche m\u00fcssen im Vergleich zu anderen K\u00fchen &#8222;gl\u00fcckliche K\u00fche&#8220; sein. Irgenwann gab es f\u00fcr ca. 5 km einen sehr breiten Weg mit Steinmauern begrenzt zu Weiden. Diesen Weg gibt es schon seit dem Mittelalter und hat den Namen &#8222;Canadas Real&#8220; = k\u00f6niglicher Viehtrieb. Hier wurden die Rinder- und Schafsherden zwischen den Sommer- und Winderweiden im Norden und S\u00fcden hin und her getrieben.<\/p>\n<p>Gegen 14:30 verengte sich der Weg zu einer Schotterpiste und dann zu einem unglaublich staubigen Weg. In der Staubschicht versank man mehrere Zentimeter und die Ausgrabungsst\u00e4tten waren sichtbar. Wir hatten den r\u00f6mischen Bogen von Caparra, unser  heutiges Ziel, erreicht. Vom Wirt des Hostels wurden wir um 15:30 abgeholt. Das Hostel liegt ausserhalb des Camino und wir m\u00fcssen morgen mit dem Bus zur\u00fcck zum Camino.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Galisteo &#8211; Carcaboso &#8211; R\u00f6mischer Bogen von Caparra Ab 5:45 fing bei mir im Zimmer das Rascheln an. Die Radpilgergruppe war aber sehr bem\u00fcht leise zu sein und da wir auch 6:15 Wecken vereinbart hatten, war es egal. 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