{"id":179,"date":"2010-08-17T17:47:37","date_gmt":"2010-08-17T16:47:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bachw.de\/blog\/?p=179"},"modified":"2010-08-19T16:46:57","modified_gmt":"2010-08-19T15:46:57","slug":"3-etappe-16-08-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bachw.de\/blog\/?p=179","title":{"rendered":"3.Etappe 16.08.2010"},"content":{"rendered":"<p><strong>Castilblanco de los Arroyos &#8211; Almaden de la Plata<\/strong><br \/>\nUm 7:00 verlie\u00dfen Susi, Josche und ich die Herberge. In Ortsmitte fanden wir zu unserer Verwunderung einige ge\u00f6ffnete und auch schon gutbesuchte Bars. Ein Cafe con Leche war f\u00e4llig. Danach ging es bis zum Ortsausgang gemeinsam weiter. Zun\u00e4chst lief ich mit flottem Schritt mit Markus mit. Das hielt aber nicht lange und meine Blasen und mein Sprunggelenk meldeten sich. Eine Pause f\u00fcr meine F\u00fc\u00dfe waren f\u00e4llig. Susi und Joschen liefen nun auch an mir vorbei. Nach einer kurzen Rast ging es dann aber weiter. Der Weg (insgesamt 16 km)f\u00fchrte auf dem schmalen Randstreifen einer Landstra\u00dfe entlang. Gl\u00fccklicherweise war die Stra\u00dfe nur wenig befahren. Beiderseits der Stra\u00dfe lagen riesige Lang\u00fcter. Wellenf\u00f6rmig und stetig bergauf verlief der Weg. Der Himmel war bew\u00f6lkt und die Temperatur angenehm. Nach einem l\u00e4ngeren und steileren St\u00fcck entschlo\u00df ich mich zu der f\u00e4lligen Mittagspause. In einer betonierten Einfahrt zu einem Landgut hielt ich an. Endlich kam die bisher ungen\u00fctze Isomatte auch mal zum Einsatz. Nach einer 1\/2 st\u00fcndigen Pause mit einem erfrischenden Nickerchen ging es danach weiter. Erfreut stellte ich fest, dass der Weg nur noch bergab verlief. Nach ca. 30 Miinuten sah ich pl\u00f6tzlich auf der anderen Stra\u00dfenseite am einem Felsst\u00fcck einen dicken gelben Pfeil in Gegenrichtung. Das muss ein Scherz sein dachte ich und schaltete zur Sicherheit mein Navi ein. Es war kein Scherz, ich musste zur\u00fcck! An meinem letzten Rastplatz hielt ich ziehmlich frustriert nochmals zu einer kurzen Pause an. Von hier aus verlief der Weg auf der Stra\u00dfe nur noch ca. 2,5 km und danach ging es in einen riesigen Naturpark. Nach ca. 1,5 km kam ein Parkgeb\u00e4ude mit der letzten Wasserstelle. D\u00e4mlicherweise zapfte ich nur etwas Wasser, trank etwas und machte erneut eine Rast. Der Weg zog sich durch den Park, man konnte irgendwann am Horizont den sich \u00fcber die Berge schl\u00e4ngelnen Weg sehen. Es war bereits 17:00, es war warm und man musste diesen verdammten Weg bis zur einzigen Herberge gehen: &#8222;Die pure Motivation&#8220;! Nur dieser Weg war es garnicht, es kam noch schlimmer! Nach einem Gatter auf einer wunderbar riechenden Kr\u00e4uterwiese verlangten meine schmerzenden F\u00fc\u00dfe erneut eine Rast. Noch war die Welt einigerma\u00dfen in Ordnung, es war nicht so steil wie im F\u00fchrer beschrieben. Dann aber nahte die Katastrophe, der Weg wurde extrem steil und schl\u00e4ngelte sich immer nur nach oben. Wer in Darmstadt den steilen Weg zur Burg Frankenstein kennt, hat eine Vorstellung von diesem Weg. Nur dieses St\u00fcck bei Hitze, nach einer Tagesetappe und mit schwerem Rucksack zu Laufen forderte alles von mir. Ich war mit meinen schmerzenden F\u00fc\u00dfen v\u00f6llig fertig. Zu allem \u00dcberflu\u00df gab mein Trinksystem kein Wasser mehr preis. In leichter Panik schulterte ich meinen Rucksack ab und riss das Trinksystem aus dem Rucksack. Eine kleine Menge gab es noch! Ingesamt 2 km verlief dieses steile St\u00fcck nach oben. Ich hatte f\u00fcr die im F\u00fchrer beschriebene sch\u00f6ne Landschaft kein Auge mehr. Auch auf dem Gipfel mit Aussichtsplattform interessierte mich die Landschaft nicht, ich braucht nur noch Regeneration. Lediglich 1 Foto von dem im Tal liegenden wei\u00dfen Ort &#8222;Almaden de la Plata&#8220; machte ich. Leider war das Leiden noch nicht zu Ende. Nun ging es auf unebenem Pfad mit viel Ger\u00f6ll fast 1 km runter in den Ort. Am Ende dieses Weges sah ich dann die ersten ber\u00fchmten schwarzen iberischen Schweine. Im Ort fand ich schnell einen kleinen Laden und kaufte 1,5 L Wasser. Noch im Laden leerte ich die Flasche.<\/p>\n<p>Es dauerte noch eine Weile, bis ich mit freundlicher Hilfe von Spaniern die Herberge um 18:30 fand. Nach dem Duschen, aber ohne Waschen der Kleidung, ging ich mit Susi, Josche und Markus zum Pilgermen\u00fc essen. Wir hatten Gl\u00fcck, alle Restaurants waren zu und doch \u00f6ffnete ein gerade eingetroffener Wirt f\u00fcr uns um 2 Stunden fr\u00fcher sein Resturant. Per Telefon holte er seine K\u00f6chin. Er spendierte uns zuvor ein Tapa und f\u00fcr jeden ein Bier. Ich w\u00e4hlte ein Men\u00fc mit Fleisch von den iberischen Schweinen.<\/p>\n<p>Fazit des Tages: Die Via = Mein Weg des Leidens (hoffentlich nur f\u00fcr kurzer Dauer). Das einzig Positive f\u00fcr heute bei 36 km ist, ich habe viel \u00fcberfl\u00fcssiges Fett verbrannt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Castilblanco de los Arroyos &#8211; Almaden de la Plata Um 7:00 verlie\u00dfen Susi, Josche und ich die Herberge. In Ortsmitte fanden wir zu unserer Verwunderung einige ge\u00f6ffnete und auch schon gutbesuchte Bars. Ein Cafe con Leche war f\u00e4llig. 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